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Russischer Botschafter in Ankara ermordet

20 Dez, 2016

In der türkischen Hauptstadt Ankara fand ein hinterhältiger Angriff auf den russischen Botschafter, Andrej Karlow, statt, der gerade eine Kunstaustellung eröffnete (siehe [1]). Der Mörder, der nach der Tat noch mit Parolen seine Sympathie für die syrischen Terroristen (Al-Nusra, Al-Kaeda, FSA) kund tat, wurde unschädlich gemacht.
Leider kann er dadurch seine Auftraggeber nicht mehr preisgeben. Es soll sich um einen türkischen (Ex-) Polizisten handeln, das könnte ein Hinweis auf die Gülen-Bewegung sein, die schon hinter dem Abschuss eines russischen Kampfjets und dem Putschversuch Mitte Juli in der Türkei vermutet wird. Bestimmte Mächte scheinen ihre Interessen durch eine Annäherung zwischen der Türkei, Russland und dem Iran gefährdet zu sehen, deshalb sollte offenbar diese Annäherung  torpediert werden. Für morgen war ein treffen zwischen den Außenministern der Türkei, des Iran und Russlands in Moskau geplant. Der Anschlag kann deshalb nicht zufällig passiert sein.

Jede Niederlage der salafistischen Terroristen in Syrien und dem Irak macht die Lage für die Türkei gefährlicher, die Türkei täte gut daran, sich von dem von der EU, den USA und Israel ausgeheckten Plan abzuwenden, den Nahen Osten durch salafistische Terrorbanden zu destabilisieren, die Destabilisierung Syriens und des Irak, werden ohne wenn und aber eine Destabilisierung der Türkei bewirken. Es ist an der zeit, dass Herr Erdogan von seinen größenwahnsinnigen Träumen ablässt, sich einen Teil von Syrien einverleiben zu wollen. Die Türkei muss aufhören, sich an Spaltungen entlang ethnischer und konfessioneller Grenzen zu beteiligen, wie es seit hunderten von Jahren der Brauch der imperialistischen Mächte ist. Ist es ein Zufall, dass dies alles in dem Jahr geschieht, in dem das Sykes-Picot-Abkommen, seinen hundertsten Geburtstag feiert?

Als Friedensinitiative sprechen wir der Familie des Botschafters und der Russischen Föderation unser Beileid aus. Möge dieser Vorfall das Gegenteil davon bewirken, was sich diese feigen Mörder und ihre Auftraggeber davon erhofft haben.

Quelle:

[1] http://www.tagesschau.de/multimedia/video/video-241961.html

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