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Die Angst vom Antisemitismusimport

20 Mär, 2016

Auf der Antisemitismuskonferenz wurde Angst vor Flüchtlingen aus dem Nahen Osten geschürt, diesmal auf einer anderen Ebene als Anfang des Jahres in Köln: es geht diesmal nicht um weiße, blonde Frauen, die von nordafrikanischen Flüchtlingen sexuell missbraucht worden sein sollen. Diesmal geht es darum, dass die Flüchtlinge Antisemitismus zu uns brächten, zu uns nach Deutschland, zu uns nach Europa (siehe [1]).
Als hätte gerade Europa, das fast eine tausend Jahre alte Tradition des Judenhasses pflegt und Judenfeindlichkeit in alle Welt exportiert hat (vgl. Damaskus-Affäre von 1840, vgl. [2]), jemals einen Mangel an Antisemitismus gehabt. Die Dreyfus-Affäre 1894 fand nicht im Irak sondern in Frankreich statt. Die unsägliche Hasspropaganda der gefälschten Protokolle der Weisen von Zion aus dem Jahre 1903 stammen nicht aus Afghanistan oder Marokko sondern aus Russland. Mein Kampf wurde nicht in Usbekistan geschrieben, sondern vom Massenmörder und Irren Adolf Hitler in Deutschland 1924. Entgegen all dieser Fakten versuchen manche gewissenlose oder noch schlimmer geschichtsunwissende Politiker den Judenhass in Europa den Flüchtlingen aus islamischen Ländern in die Schuhe zu schieben.

All das erinnert erschreckender Weise an die verschwörungstheoretischen Lügengeschichten des Lügenbarons aus Tel Aviv. Wir erinnern uns an den Zionistischer Weltkongress Oktober 2015: Benjamin Netanyahu versucht Adolf Hitler reinzuwaschen, indem er behauptet, der damalige Mufti von Jerusalem, Hadschi Amin al-Hussaini, trage die eigentliche Verantwortung für den Völkermord an den Juden (vgl. [3]). Fakt ist, es gab ein Treffen zwischen Hadschi Amin al-Hussaini, allerdings sagt ein deutsches Sprichwort, ein Ertrikender greift nach jedem Stohhalm. Al-Hussaini wird sich auf Grund der fortschreitenden Besetzung von Briten und zionistischen Terrorgruppen ala Sterngang und Irgun zu diesem Schritt gezwungen gesehen haben. Allerdings viel interessanter ist, es gab auch Treffen zwischen Nazis und den Zionisten. Ein Beispiel hierfür ist “Ein Nazi fährt nach Palästina”, das eine Artikelserie eines nach Palästina zu den Zionisten gereisten SS-Führers umfass. Aus diesem Anlass wurde sogar eine Münze ausgegeben (vgl. [4]), die den Pakt zwischen Nazis und Zionisten dadurch manifestiert, dass die Münze auf der einen Seite ein Hakenkreuz und auf der anderen Seite ein Davidstern zeigt. Wie dem auch sei, dass nun ausgerechnet die Moslems Schuld am Holocaust getragen haben sollen, ging aber selbst den deutschen Politikern zu weit, die sonst bei Waffenlieferungen und jedwiger anderer Hilfe eine beispiellose Unterwürfigkeit gegenüber Israel an den Tag legen und auf das Selbstverteidigungsrecht des Staates Israel pochen, das Selbstverteidigungsrecht der Palästinenser hingegen ignorieren.

Was ist die Message an das Volk in Deutschland bzw. die Völker in Europa? Was wollen Frau Petra Pau von der Linken, Frau Kanzlerin Angelika Merkel von der CDU oder Benyamin Netanyahu uns damit sagen? Soll ein Klima des Hasses und der Angst entstehen, so dass die Flüchtlinge sich leichter assimilieren lassen? Oder soll unterschwellig jegliche Kritik an Israel unterbunden werden? Für die Politiker gehört bedingungslose Israelhörigkeit zur Staatsräson. Jeder Bürger hat allerdings ein Recht darauf zu hinterfragen. Oder sollen zukünftige Eingriffe in den Nahen osten legitimiert werden? Afghanistan, Irak, Jemen und Syrien sind dem Erdboden gleich gemacht. Who is next? Die Türkei? Der Iran? Jordanien?
Mal abgesehen davon dass jüdische, christliche, moslemische, buddhistische und atheistische Menschen ihren Platz in Deutschland haben, wird sicher kein Menschen in Frage stellen, auch kein Flüchtling. Ach ja, da war doch was, es gibt einige Menschen, die gerne die  Moslems hier im Land los werden wollen. Ein Meilenstein auf diesem Wege wurde letztes Wochenende erreicht. Die AFD hat auf Landesebene einige Erfolge erzielt, so z.B. ist die AFD in Baden-Württemberg drittstärkste Kraft hinter den Grünen und der CDU geworden. Das Thema, das Europa im nächsten Jahrzehnt bestimmen wird, ist nicht Antisemitismus, sondern Islamophobie.

Quellen:
[1] Antisemitismus hat bei uns keinen Platz
[2] Die Damaskus-Affäre, Heinrich Heine
[3] Kommentar zum Vorwurf Hadschi Amin al-Hussain habe den Holocaust zu verantworten
[4] Ein Nazi fährt nach Palästina

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